Diversität: das hast du nun davon!

Wer an der Unternehmenskultur arbeitet, der hat lange zu tun – denn Änderungen sind nicht von heute auf morgen umzusetzen, schon gar nicht wenn es um Kultur geht. Da muss Überzeugungsarbeit geleistet werden, mit Vorbild vorangegangen werden, und in kleinen, praktischen Schritten gelebte Realität geschaffen werden.

Aufgrund eines Artikels zum Thema „Soundingboard“ im Changement Magazin, den ich zuletzt geschrieben hatte, wurde ich von einer Dame um Rat gebeten: sie hat vor, das Thema Diversität in ihrem Unternehmen zu stärken und wollte dafür ein Soundingboard etablieren, um die verschiedenen Stimmen und Perspektiven abzufragen und zu berücksichtigen. Ich fragte: „wer aus ihrem Unternehmen fällt Ihnen denn ein, den Sie so gar nicht dabeihaben wollen?“  Mit dieser Frage brachte ich erst einmal ins Straucheln.

Muss ich meinen Feind ins eigene Bett holen? Ich glaube schon! Schließlich geht es beim Thema Diversität darum, Menschen den Nutzen aufzuzeigen. Es geht nicht nur um das Gendern oder um zusätzliche Toiletten für Diverse – es geht doch um die Vielfalt unserer Menschen, die wir bestmöglich fördern wollen. Wer das nicht schafft, wird niemals das volle Potenzial seiner Mitarbeitenden nutzen können. Nur das ist bei manchem „Männlich, weiß, langjährige Erfahrung“ bisher nicht angekommen. Aber genau dieser Herr sitzt oft als Abteilungsleiter im Unternehmen und sorgt für Nichtumsetzung von Gendersternchen und „so einem Quatsch“. Also: Wenn Sie Diversität stärken möchten, dann überlegen Sie, wer im Unternehmen die größten Widerstände leisten wird. Und holen Sie genau die an Bord. Es muss ja nicht gleich der größte Widerständler sein. Aber wenigstens einer, der vielleicht bessere Chancen hat, genau diesen größten Widerständler zu überzeugen, dass es zumindest nicht mehr geduldet wird, sich lustig zu machen.

Schaffen Sie Möglichkeiten, den Nutzen von diversen Teams tatsächlich zu erleben – zu fühlen, dass es gut ist, dass wir unterschiedlich sind. Und dazu brauchen Sie genau die, die mitdenken, wie das gelingen kann. Gehen Sie doch mal gemeinsam davon aus, dass es schon gelungen wäre, Diversität als das „new normal“ zu etablieren. Wie wäre es dann? Was wäre dann tatsächlich besser? Stellen Sie sich der ergebnisoffenen Diskussion – und finden Sie gemeinsam heraus, ob es ein Sternchen, ein Doppelpunkt oder ein Großbuchstabe sein soll, oder ob es noch ganz andere Hebel gibt, die für gleichberechtigte Förderung aller Menschen meines Unternehmens sorgen.


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