Fit for Homeoffice

HERZLICH WILLKOMMEN im Homeoffice. Sie werden hier übrigens nicht lesen, wie schrecklich die "aktuelle Situation" doch ist und wie schlimm nun um uns herum alles geworden ist. Nein, es soll uns hier gemeinsam darum gehen, wie wir Fit for Homeoffice werden, also gut im Homeoffice ankommen, durchstarten und vor allem dann auch auf allen Ebenen fit sein können.

HERZLICH WILLKOMMEN im Homeoffice. Das werden sich vielleicht die einen oder anderen in der letzten Zeit gedacht haben, denn zu Zeit finden sich immer mehr Mitarbeiter von Unternehmen im Homeoffice wieder. Eine Situation, die für viele neu ist und an der einen oder anderen Stelle eine Herausforderung darstellt. Einfach nur deshalb, weil es eben ungewohnt und neu ist. Ungewohnt und neu, das weiß jeder, ist immer erst mal damit verbunden, dass man sich finden muss.

Sie werden hier übrigens nicht lesen, wie schrecklich die "aktuelle Situation" doch ist und wie schlimm nun um uns herum alles geworden ist. Nein, es soll uns hier gemeinsam darum gehen, wie wir Fit for Homeoffice werden, also gut im Homeoffice ankommen, durchstarten und vor allem dann auch auf allen Ebenen fit sein können.

Im Homeoffice gut durchstarten

So jetzt ist es also da. Oder besser gesagt wir sind da. Im Homeoffice. Und vielleicht sind Sie schon gut eingezogen und angekommen. Gleichzeitig kann sich ein Blick auf das lohnen, was es erfahrungsgemäß einfach braucht, um gut im Homeoffice durchzustarten.

Ein guter Platz

Suchen Sie sich zuerst einen guten Platz aus. Einen Platz, der vielleicht nicht in der Besenkammer ist oder im Bügelzimmer. Es sei denn dort wollten Sie schon immer arbeiten, denn Sie sollen sich wohlfühlen können. Denn Sie werden an diesem Platz einige Zeit verbringen. Zeit, in der Sie im Idealfall motiviert sind und gute Laune haben können. Tipp: Ein heller Platz wäre sicher eine feine Sache.

Im Idealfall ist es auch möglich, dass Sie diesen Platz nicht abends wieder wegräumen müssen, wenn Sie zum Beispiel den Esstisch gewählt haben. Das hat einfach damit zu tun, dass Sie sonst jeden Morgen wieder neu aufbauen müssen und die Routine des "ich geh jetzt an den Platz, an dem ich arbeite" nicht entstehen kann. Und damit auch der Einstieg in die Arbeitshaltung etwas länger braucht.

Ein guter Plan

Machen Sie sich einen guten Plan, einen guten Tagesplan. Der fängt im Homeoffice übrigens schon mit dem Aufstehen an. Entscheiden Sie bewusst, wann Sie aufstehen und dann später "in der Arbeit" sein wollen. Selbst Homeoffice-Erfahrene berichten immer wieder, dass wenn sie sich keine feste Struktur geben, manchmal die Tage etwas aus den Fugen geraten und man doch länger liegen bleibt und dann nicht so richtig in den Tag kommt.

Ihr Plan sollte natürlich die passenden Start- und Endzeiten beinhalten und eine feste Zeit für die Mittagspause. Es ist ein allgemein bekanntes Phänomen, dass viele Homeoffice-Arbeiter mehr und länger arbeiten, als sie müssten. Das klingt erst mal toll, doch wenn Sie nicht für Erholung und Entspannung sorgen, dann hat das bald ungünstige Folgen.

Eine gute Organisation

sorgen sie für eine gute Organisation am Homeoffice-Arbeitsplatz und für eine gute Selbst-Organisation. Legen Sie sich also zum einen die Dinge breit, die Sie für Ihre Arbeit benötigen. Gleichzeitig vielleicht nicht in einem einzigen großen Stapel auf dem Boden, sondern (wenn es der Platz zulässt) organisiert, verteilt so, dass sie gezielt auf bestimmte Dinge zugreifen können. Klar, hier gilt es Kompromisse zu machen, vor allem wenn Sie vielleicht sogar zu zweit im Homeoffice sind.

Im Sinne der Selbst-Organisation ist es hilfreich sich mit ganz einfachen Werkzeugen, wie einer To-do-Liste und Ihrem Kalender zu organisieren. Entscheiden Sie bevor sie so richtig in den Tag einstiegen, welche maximal drei Dinge Sie heute auf jeden Fall erledigen werden. Alles andere ist dann Bonus. Führen Sie Ihren Kalender und behalten Sie Termine und Deadlines im Griff. Auch im Homeoffice gilt, zuverlässig und nicht lässig zu arbeiten.

Eine gute Abstimmung

Wenn Sie zu zweit im Homeoffice sein sollten, was aktuell ja gut der Fall sein könnte, oder wenn zusätzlich auch noch der Nachwuchs da ist und betreut werden sollte, dann ist es wichtig, die Tage gemeinsam abzustimmen. Besprechen Sie also gemeinsam den bzw. die Tagesabläufe. Vereinbaren Sie Zeiten der konzentrierten Arbeit und wer wann welche anderen Tätigkeiten übernimmt, bis hin zu einem "nicht stören" Zeitraum, der vielleicht für digitale Meetings oder Telefonkonferenzen reserviert ist.

Unsicherheits-Kompetenz entwickeln und Fehler machen

Für viele ist Homeoffice eine neue Situation und je nachdem welche Führungs- und Kooperationskultur in Ihrem Unternehmen bisher gelebt wurde, werden Sie sich jetzt an der einen oder anderen Stelle allein fühlen. Erstmal... das sind Sie, denn das ist ein Stück weit die Natur des Homeoffice. Allein und eben nicht mit den anderen zusammen in einem Büro arbeiten. Doch keine Sorge, das ist eine Frage der Gewohnheit und Sie jetzt ja andere Möglichkeiten um in Kontakt zu bleiben.

Zum anderen war es möglicherweise Teil der Arbeitsweise an der einen oder anderen Stelle einfach mit einem Kollegen/ Kollegin in den Austausch zu gehen oder kurz mal beim Chef nachzufragen. Das ist aktuell nicht mehr so einfach.

Das bedeutet, dass Sie bei der Bearbeitung Ihrer Projekte oder Vorgänge an der einen oder anderen Stelle vielleicht auch unsicher sind. Das ist erst mal nicht schlimm. Hinderlich würde das dann werden, wenn Sie Ihre Vorgänge deshalb nicht fertig bearbeiten, aufschieben und so nicht vorankommen würden.

Machen Sie sich bewusst, dass Sie das können, denn das ist es was Sie auch bisher getan haben. Und selbst, wenn es etwas Neues sein sollte, dann denken Sie es einfach genau durch, treffen Sie sorgsam und nach bestem Wissen und Gewissen Ihre Entscheidung und setzen Sie diese dann auch um.

Und wenn es noch nicht optimal war, dann werden Sie aktuell auf jeden Fall ein Feedback bekommen, können optimieren und Ihr persönlichen Lernerfahrungen daraus ziehen.

Fehler passieren und sind wichtig um etwas zu lernen oder besser zu machen. Und das was wir als "Fehler" kennen sind häufig eben einfach Entscheidungen, die auf der Basis von aktuell vorliegenden Informationen getroffen werden - und in diesem Kontext richtig erscheinen. Wenn sich dann danach herausstellt, dass eine andere Entscheidung hilfreicher gewesen wäre, dann ist zwar ein "Fehler" aber eben nicht wirklich, denn es war nur eine Entscheidung, die zu einem unerwünschten Ergebnis geführt hat. Und solche "Fehler" passieren ständig. Sie sind immer eine Chance zu lernen und es später besser zu machen.

Und noch ein Gedanke, Unsicherheit verspüren Sie nur dann, wenn Sie es gut machen wollen - und das ist grundsätzlich schon mal ein gutes Zeichen. Vielleicht wäre besorgniserregender, wenn nicht unsicher und es Ihnen egal wäre.

Kooperation und Kommunikation gestalten

Im Homeoffice ist es gerade, weil wir den direkten Kontakt zu den Kollegen eben nicht mehr haben, jetzt sehr wichtig in Kontakt zu bleiben. Die Zusammenarbeit muss weitergehen und die Projekte sollen fertig werden. Und insgesamt ist es eben einfach wichtig die Kommunikation und damit auch "Teamgefühl" weiter gut zu fördern.

Falls Sie über eines der vielen Kolaborationstools, wie zum Beispiel Mircosoft Teams, Slack, Trello ober ein anderes verfügen, dann wird das Ganze zwar einfacher, weil es eine Plattform für alle gibt, aber eben noch nicht leicht. Im Zweifelsfall können Sie auch WhatsApp verwenden, was sicher nicht optimal ist, aber eben besser als nicht im Austausch sein.

Ob es nun eine Plattform gibt oder auch nicht, wichtig ist, dass Sie jetzt konsequenter und genauer kommunizieren. Denn bei der digitalen Kommunikation gehen im Gegensatz im LIVE-Meeting eben einfach auch bestimmte Informationen verloren, die wir sonst im zwischenmenschlichen Gespräch quasi ganz natürlich aufgenommen hätten.

Sorgen Sie also dafür, dass Sie für digitale Meetings optimal vorbereitet sind und Ihren Beitrag leisten können. Fragen Sie lieber noch mal nach und konkretisieren Sie den einen oder anderen Punkt.

Wenn es möglich ist, dann treffen sich so, dass Sie die Kollegen sehen können. Dafür gibt es inzwischen extrem viele Möglichkeiten und die meisten Unternehmen haben mindestens eine zur Verfügung.

Starten und Enden Sie Ihre Besprechungen pünktlich. Das gelingt Ihnen, wenn die Meetings optimal vorbereitet und geplant sind. Nehmen Sie sich also lieber in der Vorbereitung mehr Zeit, als später keine Ergebnisse im Meeting zu erzielen.

Und denken Sie auch immer daran, dass Meetings jetzt nicht zu lange über die Zeit gehen dürfen, denn Sie haben ja evtl. noch einen "Zuhause"-Plan, den Sie vereinbart haben.

Körperlich fit bleiben

Gerade im Homeoffice ist es wichtig körperlich fit zu bleiben. Und das ist tatsächlich gar nicht so leicht. Die Stunden am Arbeitsplatz gehen schnell vorbei und teilweise haben Sie nicht einmal die "Störung" durch einen Kollegen, mit dem Sie mal zum Kaffee trinken gehen.

Tatsächlich berichten viele Homeoffice-Worker, dass sie sich weniger bewegen und tatsächlich auch vergessen zu trinken. Sorgen Sie also hier unbedingt für sich. Die Flasche Wasser am Arbeitsplatz, mit einem immer voll eingeschenkten Glas, das auch noch so steht, dass Sie es sehen können. Achtung! Nicht so hinstellen, dass Sie es umstoßen.

Trinken Sie immer dann, wenn Sie das Glas wahrnehmen oder wenn Sie zum Beispiel die Tätigkeit wechseln. Also vom Arbeiten am Projekt zur digitalen Konferenz. Wenn alles nicht hilft, dann stellen Sie sich einen Wecker.

Falls Sie sich für die Idee mit dem Wecker entscheiden, dann machen Sie das doch gleich so, dass Sie direkt noch Bewegung mit einbauen, immer dann, wenn der Wecker klingelt.

Die Bewegung nimmt im Homeoffice teilweise massiv ab. Denn wo Sie bisher noch den Weg in das eine oder andere Büro, die Strecke in ein anderes Stockwerk oder wenigstens den Weg zur Toilette am anderen Ende des Großraumbüros hatten, so sind jetzt so ziemlich alle Wege entweder weggefallen oder in einer normalen Wohnung sehr überschaubar geworden.

Und das wird sich über die Zeit auswirken. Sorgen Sie also hier frühzeitig und gut für sich und bauen Sie Bewegung in den Tag mit ein. Und bitte nicht nur den Weg zum Kühlschrank.

Es gibt zahlreiche tolle Bewegungen oder Übungen, die Sie machen können. Die einfachsten beiden sind die Kniebeuge und die Liegestütze. Und wenn Sie jetzt denken, das kann ich nicht, dann schauen Sie einfach nach einer geeigneten Alternative. Sie werden bei einer kurzen Websuche mit ziemlicher Sicherheit, die eine oder andere genau für Sie geeignete Übung finden. Es ist doch einfach nur wichtig, dass Sie in Bewegung bleiben. Und vielleicht auch mal raus an die frische Lust gehen. Zum Beispiel einmal um den Block, das geht sogar in einer Kaffeepause (mit einem To-Go-Becher).

Bitte achten Sie als Homeoffice-Worker auch beim Essen auf sich. Räumen Sie alle Snacks und Leckereien aus der unmittelbaren Griffreichweite, sodass Sie nicht eben mal naschen. Denken Sie dran, Sie bewegen sich ja gerade weniger, da ist unkontrolliertes Naschen noch viel dramatischer als sonst.

Achten Sie einfach ansonsten auf gute und gesunde Ernährung und nutzen Sie hier den Vorteil des Homeoffice voll aus, denn Sie müssen jetzt zum Mittag nicht an die Imbissbude oder in die Kantine. Sie können sich daheim in der eigenen Küche einen ganz wunderbaren frischen Snack machen oder etwas Feines für sich und die Lieben kochen. Nehmen Sie sich dafür evtl. auch im Homeoffice etwas mehr Zeit als sonst in der Firma und planen Sie Ihre digitalen Meetings entsprechend. Dieses mehr an Lebensqualität wird sich auf jeden Fall positiv auswirken - auf vielen Ebenen.

Mental fit bleiben, neugierig sein und Lernen

Weil wir im Homeoffice nicht nur weniger Bewegung, sondern auch weniger Impulse von außen haben, einfach deshalb, weil nicht so viele Menschen und Eindrücke um uns herum sind. Und es auch nicht die mentale Inspiration des Weges zur Arbeit gibt, ist es wichtig auch für die mentale Fitness zu sorgen.

Reservieren Sie also einen bestimmten Teil des Tages auch für ein mentales Fitnessprogramm. Indem Sie vielleicht etwas neues Lernen oder sich mit einer anderen mentalen Herausforderung beschäftigen. Vielleicht sogar offline, falls Sie wirklich den ganzen Homeoffice-Tag am Rechner verbracht haben.

Auch ein Hörbuch oder ein Podcast kann eine Variante sein. Und ganz besonders impulsreich wird es, wenn Sie sich für ein Thema entscheiden, dass echt weit weg ist, von dem was Sie sonst so konsumieren.

Ach ja... Multitasking funktioniert auch im Homeoffice nicht. Wenn also viele von angenehmen Nebeneffekten sogenannter Ambientmusik berichten, so dürfte es nicht förderlich für die Konzentration sein, nebenher den Fernseher laufen zu lassen. Probieren Sie es einfach mal aus. Das gilt übrigens für alle der hier genannten Ideen. Nichts davon sollten Sie als "so macht man das" einfach so hinnehmen, denn im Homeoffice ist mit am wichtigsten, dass Sie Ihren eigenen Stil, Ihre eigene optimale Vorgehensweise finden. Viele der erfahreneren Homeoffice-Worker haben das für sich über die Zeit entwickelt, gönnen Sie sich also einfach auch, dass das ein wenig Zeit und Experimentieren in Anspruch nehmen darf.

Wichtig ja vor allem, dass Sie in der Homeoffice-Situation in einer guten Stimmung, einer ausgewogenen Balance und angemessen produktiv bleiben. Und am Ende es Tages mit einem Lächeln den Rechner herunterfahren können.

Ein Beitrag von Jörg Tausendfreund

 

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